Hawaii

Travel Diary Part III.

„You can’t buy happiness, but you can buy a ticket to Hawaii and that’s pretty much the same thing.“

Jeder, der schon einmal auf Hawaii war, wird bei diesem Spruch wohl genauso nicken wie ich. Obwohl man das Paradies von Bildern und Postkarten, aus Filmen und Liedern und den Erzählungen anderer kennt, hat mich Hawaii komplett überrascht. Ich muss sagen, dass wir nach drei Wochen Reisen so glücklich, aber auch müde waren, dass wir in erster Linie mit der Erwartung auf Entspannung nach Hawaii geflogen sind. Doch dieser Plan sollte nich ganz aufgehen.

Warum? Weil Hawaii so viel mehr ist als das Paradies, das man im Kopf hat. Es ist einer der abenteuerlichsten und spannendsten Orte, an denen ich je war. Die Tierwelt, das Wetter, die Vegetation, all das ist so einzigartig, dass ich jedem, der in Kalifornien Urlaub macht, nur raten kann, einen Hawaiiaufenthalt miteinzuplanen. Das war Julians Idee, weil die Flüge von dort aus so günstig waren und obwohl ich anfangs für eine weitere Woche Roadtrip in Kalifornien plädiert habe, bin ich im Nachhinein so froh, diesen speziellen Ort besucht zu haben. Wir haben uns nach Rücksprache mit Freunden für die Insel Maui entschieden, die für uns genau die richtige Wahl war, da wir bereits am zweiten Tag das Surfen für uns entdeckt haben. Während wir am ersten Tag unserem Entspannungsmantra treu blieben und das Apartment in Kihei* nur verlassen haben, um Essen zu kaufen und am Strand zu spazieren, haben uns die Surfer „vor der Balkontür“ am zweiten Tag so beeindruckt, dass wir schon am dritten Tag um 6 Uhr morgens aufgestanden sind, um uns auch daran zu versuchen.

UND ES HAT SO SPASS GEMACHT. Und so weh getan. Haha. Ich muss ja zugeben, dass ich zu Sport wirklich nur zu überreden bin, wenn es mir danach ist und ich Spaß daran habe. Und in dem Fall war das so. Nachdem ich in der ersten Stunde nur vom Board gefallen bin und eine mitleidige Surferin fragte: „Are you even having fun?“, hab ich doch mal ein bisschen nach rechts und links geschaut und bemerkt, dass es gar keinen Sinn macht zu versuchen auf dem Board zu stehen. Das klappt nur, wenn man auf einer Welle ist. Und nachdem ich dann bei Julian beobachten konnte, wie es klappt, hat es tatsächlich schon nach einer Stunde auch bei mir funktioniert und ich bin auf meiner erste (Mini-)Welle gestanden. Ja, und ab dem Zeitpunkt war ich süchtig, hatte kontinuierlichen Muskelkater (den schlimmsten meines Lebens in den Schultern), aufgeschlagene Knie, Salzwasser in der Lunge, Sonnenbrand am Po und so viel Glück und Ruhe im Herzen wie schon lange nicht mehr. Und entspannt war ich obendrein, wenn auch auf eine viel adrenalinreichere Art und Weise als ich es mir vorgestellt hatte.

Und so haben wir die letzte Woche unseres Roadtrips im kontinuierlichen Entdeckermodus verbracht. Wir sind mit Meeresschildkröten geschwommen und getaucht, haben Sonnenuntergänge in den intensivsten Farben gesehen,  waren auf unserem ersten (ruhenden) Vulkan spazieren, sind im Dschungel gewandert, in Monsterwellen gesprungen, haben die beeindruckendsten Wasserfälle unseres Lebens gesehen, im Regen getanzt und haben gelernt, dass „Shaka“ eine Lebenseinstellung ist. Mir ging es schon auf den Seychellen ähnlich: Ich glaube wir können uns von der Entspanntheit der Hawaiianer einiges abschauen und lernen, dass das Glück in uns und unserer Einstellung liegt. Und auch wenn es schwierig ist, das im Tempo des Alltags nicht zu vergessen, versuche ich mir diese Zufriedenheit, Ausgeglichenheit und Dankbarkeit, die ich dort verspürt habe, immer wieder vor Augen zu führen.

* Wenn ihr auf der Suche nach einer Unterkunft im Stil einer Ferienwohnung seid, kann ich euch die Punahoa Beach Apartments  empfehlen. Wir haben sie über Airbnb gefunden, sie sind preislich in Ordnung, das Servicepersonal zuvorkommend und sie liegen direkt am Meer. So laut haben wie die Wellen noch nie rauschen hören.


Anna
Haleakalā
Hoʻokipa
Three's, Maui
Paia Fish Market
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