USA Roadtrip – Westcoast

Travel Diary Part II.

Nun ist es endlich soweit: Der zweite Teil meines Amerika-Travel-Diarys geht online und ich freue mich, euch endlich mehr über unseren USA Roadtrip durch Kalifornien, Nevada und Arizona zu erzählen. Nach unserem Aufenthalt in New York waren wir insgesamt zwölf Tage an der Westküste unterwegs und haben so viel erlebt!

Unsere Route

Bevor ich aber loslege, gibt’s zuallererst eine kurze Zusammenfassung unseres Trips: Die ersten drei Tage haben wir in L.A. verbracht, dann ging es für eine Nacht nach Las Vegas, eine weitere Nacht zum Grand Canyon und wieder zurück nach Vegas. Anschließend sind wir über Death Valley zum Sequoia National Park und auf dem Highway 1 nach San Francisco gefahren. Bis auf unsere Aufenthalte in Las Vegas, am Grand Canyon und in San Francisco haben wir dabei in Airbnbs und Motels übernachtet.

Los Angeles

Über das Airbnb in Los Angeles möchte ich gar nicht viele Worte verlieren, Julian und ich waren einfach froh, dass wir aus der Gegend heil wieder rausgekommen sind. Hört sich jetzt schlimmer an als es war, aber solltet ihr euren ersten Aufenthalt in L.S. planen, dann sucht euch eure Bleibe außerhalb von Downtown aus. Dort verpasst ihr nicht viel und viel schöner ist es sowieso an den Stränden oder in der Nähe Hollywoods. Nichtsdestrotz hat mich L.A. von der ersten Sekunde an verzaubert und ich möchte definitiv wieder hinreisen. Auch wenn mich der Kontrast von ganz reich und ganz arm einfach fassungslos gemacht hat, haben mich die unvergleichlichen Vibes der Stadt sofort in ihren Bann gezogen. Die Spaziergänge in Santa Monica, Venice Beach oder Malibu, die Sonnenuntergänge und auch die Fahrt durch die Hollywood Hills mit den vielen spannenden Anekdoten zu Berühmtheiten waren dabei meine und unsere Highlights und ich war wirklich traurig, dass wir nach so kurzer Zeit schon weiter mussten.

Las Vegas & Grand Canyon

Wir haben am dritten Tag unser Mietauto vom Flughafen abgeholt und sind nach einem kurzen Zwischenstop an der berühmten Route 66 nach Las Vegas gefahren. Und auch diese Stadt hat mich im wahrsten Sinne des Wortes umgehauen. Denn nach unserer etwa fünfstündigen Fahrt, einem Zwischenstop bei In-N-Out und einem kostenlosen Upgrade im Flamingo-Hotel auf eine unglaublich großzügige Suite bin ich am nächsten Tag mit einer kurzen, aber heftigen Erkältung aufgewacht. Die hat dann leider auch unseren Ausflug zum Grand Canyon überschattet, aber wir haben trotzdem einen der eindrucksvollsten Sonnenaufgänge unseres Lebens gesehen. Wäre ich fitter gewesen, hätten wir auf jeden Fall noch einen Abstecher zum Antelope Canyon gemacht, aber den mussten wir auf das nächste Mal verschieben. Leider – denn dieser Ort steht nach wie vor ganz oben auf meiner Wunschliste. Trotzdem bleibt mir der Grand Canyon für immer in Erinnerung, denn schon als kleines Kind habe ich, nach den Erzählungen meiner Eltern von ihrem Roadtrip, davon geträumt, diese große Schlucht einmal mit eigenen Augen zu sehen. Und dank meines sich bestens kümmernden Ehemanns war das ein ganz besonderes Erlebnis.

Übernachtet haben wir dort übrigens in Tusayan im Holiday Inn – die teuerste Übernachtung auf unserer Reise. Aber auch hier sind wir kostenlos upgegradet worden und waren so nur wenige Minuten vom Grand Canyon entfernt – perfekt, wenn man schon früh morgens dort sein will. Anschließend ging es für uns zurück nach Las Vegas, wo wir abermals eine Nacht im Flamingo Hotel verbracht haben. Dieses Mal zwar ohne Upgrade, dafür ging es mir merklich besser und wir konnten uns am nächsten Tag bestens gelaunt auf unseren Weg durch Death Valley machen.

Death Valley

Auch das war definitiv eines meiner großen Highlights auf unserer Reise, denn ich habe diesen Ort einfach unterschätzt. Schon die Fahrt dort hin war genau so, wie ich mir unseren Roadtrip immer vorgestellt hatte. Zuerst verlassene Orte in der kalifornischen Wüste und dann die abwechslungsreiche Vegetation des Death Valley mit Temperaturen, wie ich sie noch nie erlebt habe. Sauna trifft es wohl am ehesten und die Landschaften und Wettergegebenheiten haben sich zwischen Steppe, Steinformationen, Wüste, Seen, Sonne, Gewitter und endlosem Nichts abgewechselt. Noch nie habe ich mich so klein und so allein und doch auch so frei gefühlt und ich würde jedem, der in die Nähe kommt, empfehlen, diesen speziellen Ort zu besuchen. Die Nacht haben wir dann wiederum in der günstigsten Absteige unserer Reise verbracht, einem 40$-Motel in Ridgecrest, das mich stark an meine frühen Jugendherbergserfahrungen und Erzählungen meiner Eltern erinnert hat. Aber auch dieser Ort wird mir in Erinnerung bleiben, immerhin habe ich mich auf unserer ganzen Reise nie so sehr „in Amerika“ befunden. Das Leben in Ridgecrest war so echt, so amerikanisch, wie man es sich nur vorstellen kann und ich habe mich manchmal gefühlt wie in einem alten, amerikanischen Film aus meiner Kindheit.

Sequoia

Am nächsten Tag ging unser straffes, aber abenteuerliches Programm schon weiter und wir haben nach einem kurzen Zwischenstop inklusive Sprung in den Pool in unserem bezaubernden Bed&Breakfast in Lemon Cove abends noch den Sequoia Nationalpark mit seinen riesigen Mammutbäumen besucht und dabei sogar einen Bären gesehen. Dreams do come true! Zum Glück saßen wir dabei aber im Auto, von da aus war es dann doch ein bisschen netter, auch wenn wir unsere Augen kaum trauen konnten. Das war dann definitiv das Highlight unseres Besuches, denn die Bäume sind zwar beeindruckend groß, aber der Nationalpark aus Sicht bayerischer und österreichischer Dorfkinder mit Bergnähe dann doch nicht sooo besonders – ohne überheblich zu klingen zu wollen. Einen Besuch ist der Park definitiv Wert, aber an den Bären (und die Rehe und Eichhörnchen) kam für mich einfach nichts heran.

Nun aber ein paar Worte zu unserem Bed&Breakfast, dem Plantation, das ich euch wirklich nur empfehlen kann, denn auch das ist typisch amerikanisch, obwohl es mich eher an ein Südstaatenhaus erinnert hat. Jeder Raum hatte seinen eigenen Namen benannt nach Figuren aus „Vom Winde verweht“ (unserer hieß übrigens „Rhett Buttler Room“) und war altmodisch, heimelig und anders gestaltet und das hausgemachte Frühstück einfach himmlisch. Hier hätte ich es definitiv noch ein paar Tage ausgehalten, aber schon am nächsten Morgen haben wir uns auf den Weg an die Küste gemacht.

Highway 1 & Big Sur

Eigentlich hätten wir an dieser Stelle gern den Yosemite Nationalpark besucht, aber der war aufgrund der verheerenden Brände zu dieser Zeit leider geschlossen. Dafür haben wir unvergessliche (ich weiß, ich wiederhole mich) Momente an der Küste und dem Highway 1 verbracht, für die ich mehr als dankbar bin, denn anderweitig hätten wir dafür viel weniger Zeit gehabt. Nach einer zwei- bis dreistündigen Fahrt sind wir im Küstenort San Simeon angekommen und wurden von einem ganz anderen Klima begrüßt. Während wir die Tage zuvor die Hitze kaum ertragen konnten, wehte hier eine kühle Brise, die uns in unsere Pullover kuscheln ließ. Die Fahrt an der Küste und die Spaziergänge an einsamen Stränden und Stegen entlang des Big Sur hätten aber dennoch nicht schöner sein können und ab diesem Zeitpunkt wurde ich den Ohrwurm „California, here we come!“ gar nicht mehr los, auch wenn er ein bisschen zu spät eingesetzt ist.

San Francisco

Nach einer weiteren Übernachtung im Motel in Seaside ging es schließlich nach San Francisco, der absoluten Krönung unseres Roadtrips. Da hat es mir so gut gefallen, dass sogar die Sehnsucht nach Los Angeles verging. Die Stadt hat mich einfach ins Herz getroffen, auch wenn sie mich mit ihrem sehr frühlingshaften Klima doch überrascht hat (der Sommer in San Francisco beginnt erst im September, wie wir vor Ort erfahren haben). Hier jagte ein Highlight das nächste, angefangen von der weltberühmten Golden Gate Bridge über die Lombard Street, die Painted Ladies, dem Hippie-Viertel Haight-Ashbury mit seinen vielen Vintage-Shops und dem Pier 39 mit seinen Robben und dem Anblick Alcatraz‘ bis hin zu den berühmten Cable Cars und dem Nachbarörtchen Sausalito. Hach, wir sind aus dem Staunen gar nicht mehr herausgekommen. Unser Hotel, das Fitzgerald, hat mit seinem uralten Aufzug und den winzigen, aber charmanten Zimmern einfach perfekt in diese Kulisse gepasst und die vielen Erinnerungsfetzen aus diversen Filmen und Serien haben endlich ein wunderschönes großes Ganzes ergeben.

Fazit

Wow, ich muss sagen, ich bin selbst ein bisschen überrascht von mir, immerhin habe ich diese Lobeshymne in gerade einmal einer halben Stunde abgetippt, aber ich glaube das musste endlich mal raus aus mir. 😉 Wenn ich irgendwas vergessen haben sollte oder ihr genauere Fragen zu dem ein oder anderen Punkt habt, dann nur her damit. Ich freue mich, sie zu beantworten und ich glaube ich muss nicht erwähnen, dass ich diese Reise immer wieder machen würde, oder?

Was mir beim Durchlesen gerade auffällt: Ich habe wenige Worte über Las Vegas verloren. Das liegt wohl vor allem daran, dass ich zu diesem Zeitpunkt einfach nicht ganz fit war, zum anderen aber mit Sicherheit auch daran, dass mich diese wilde, verrückte und laute Stadt zwar beeindruckt, aber nicht berührt hat. Ich bin froh, einmal dort gewesen zu sein, aber das war einfach nicht ganz meine Welt. Ganz im Gegensatz zu den beeindruckenden Landschaften und Tierwelten – die werde ich nie vergessen.

‚Beautiful places are not just a joy for the moment, while you’re there. They will become homes for you, spaces of solace and comfort, where you can close your eyes and go to. Nothing you experience will ever go away. It belongs to you now. Just feel. Don’t be afraid to feel.‘
Charlotte Eriksson


Anna
In-N-Out Burger
Pokeman Sushi Bowl, Las Vegas
Death Valley
Sequoia National Park
Big Sur, Highway 1
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